TENBOMA: DAS BESONDERE SCHUTZPROGRAMM FÜR WILDTIERE

Der Tsavo-East-Nationalpark in Kenia ist die Heimat für die einzigartigen Elefantenarten sowie für verschiedene indigene Völker, welche schon seit Jahrhunderten koexistieren. Jedoch ist, aufgrund des rasanten Anstiegs der Wilderei als eines der lukrativsten Geschäfte in der Welt des organisierten Verbrechens, die Existenz sowohl von Elefanten als auch der indigenen Bevölkerung in erhebliche Gefahr geraten. Die TUI Care Foundation ist eine Partnerschaft mit dem International Fund for Animal Welfare (IFAW) eingegangen, um Elefantenwilderer aufzuhalten und Konflikte zwischen Mensch und Elefant im kenianischen Tsavo-Nationalpark zu verhindern.

Mit einer Fläche von ca. 42.000 Quadratkilometer, nahezu so groß wie die Fläche der Niederlande, ist der Tsavo-East-Nationalpark Kenias größter Nationalpark und zugleich eines der Hauptziele für Touristen des Landes. Zudem ist der Nationalpark das Zuhause von ungefähr 12.850 Elefanten, unter ihnen auch ein Drittel des vom Aussterben bedrohten „Big Tusker“ -bekannt für seine bis zum bodenragenden Stoßzähne-, die stark gefährdet sind aufgrund von Wilderei und dem illegalen Handel von Elfenbein.

Im Gegensatz zu anderen Nationalparks hat das Tsavo-Schutzgebiet keine Zäune, was dazu führen kann, dass die wandernden Elefanten in Konflikte mit der indigenen Bevölkerung des Parks geraten. Häufig kommt es dadurch zu schweren Verlusten von Ernte, Viehbestand oder sogar menschlichem Leben.

In Zusammenarbeit mit der kenianischen Naturschutzbehörde Kenya Wildlife Service und dem Tsavo Trust bietet die Initiative Schulungen und Mentor*innen Programme für 130 Ranger des Kenya Wildlife Service an und baut ein Netzwerk mit lokal rekrutierten Wildhüter*innen auf.

Im Rahmen des vom IFAW ins Leben gerufenen tenBoma-Projekts werden staatliche und lokale Wildhüter*innen geschult, um Wilderer-Angriffe besser vorauszusagen, gezielter darauf reagieren zu können und die Tiere sowie die lokale Bevölkerung zu schützen.

Als Teil dieses Projekts erlernen die Ranger von Kenya Wildlife Service und Tsavo Trust sowie die lokalen Wildhüter*innen wie man Informationen angemessen sammelt, verarbeitet und analysiert. Diese Informationen können beispielsweise Hinweise auf unbekannte Autoreifenabdrücke in der Nähe eines Dorfes oder Rauch von einem offenen Feuer außerhalb eines Dorfs sein. Eine Datenbank, bestehend aus allen gesammelten Informationen, wird dann mit den Wildhüter*innen Teams geteilt, die mit entsprechender Kommunikationstechnik (unter anderem GPS, Smartphones, Funkgeräte) ausgestattet sind, sodass diese dem Fall nachgehen und entsprechende Maßnahmen ergreifen können. Durch diese innovative Herangehensweise können sie effektiver und schneller reagieren, um Wilderer abzufangen und Gegenden zu erreichen, in denen es zu Konflikten zwischen Elefanten und Menschen kommt.

Moses Merin, einer der Massai aus dem Förderungsprogramm erklärt: „Diejenigen, die als Wildhüter*innen ausgebildet wurden und arbeiten, kommen aus den Gemeinschaften mit den wir zusammenarbeiten. So können sie direkt den Nutzen vom Wildtierschutz sehen.“ Moses fährt fort: „Viele wertvolle Informationen über Wildtierschutz erhalten wir durch Frauen und deren Kinder, aber wir beschäftigen auch Morans (Bezeichnung der jungen, unverheirateten Krieger*innen in den Massai-Stämmen), sodass jeder den Nutzen dieser Entwicklungen erfährt und es mit den Gemeinschaften geteilt wird, wenn sie zurückkehren.“

Projektpartner

Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) wurde 1969 gegründet und arbeitet für die Rettung einzelner Tiere, ganzer Populationen und von Lebensräumen auf der ganzen Welt. Mit Projekten und Initiativen in über 40 Ländern sind wir für Tiere da, die Hilfe brauchen: Hunde und Katzen, Wildtiere und Vieh. Wir organisieren Rettungseinsätze nach Umwelt- und Naturkatastrophen und kämpfen für die Erhaltung bedrohter Arten, wie beispielsweise mit unseren Kampagnen gegen die kommerzielle Jagd auf Wale und Robben. 

TALAY
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