TUI Forest Dominican Republic

Mangrovenwälder wachsen in Gebieten, in denen Wasser auf Land trifft, und sind ein wichtiger Bestandteil des marinen Ökosystems. Ihre dicken Wurzeln tragen dazu bei, die Küstenlinie zu stabilisieren und Erosion zu verhindern, und sie beherbergen viele Fischarten, was sie zu einer wichtigen Nahrungsquelle für die lokalen Gemeinschaften macht. Darüber hinaus absorbieren sie Kohlendioxid und Treibhausgase und verhindern so, dass diese schädlichen Schadstoffe in die Erdatmosphäre gelangen.  

Mangroven gehören jedoch zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen weltweit, und in den letzten fünf Jahrzehnten sind 50 % der weltweiten Mangrovenfläche verloren gegangen.  

In der Dominikanischen Republik leben 20 % der Bevölkerung in extremer Armut, und 80 % leben an der Küste. Der Schutz der Mangroven bietet jedoch viele Vorteile, die diesen Küstengemeinden helfen.  

TUI Forest Dominican Republic stellt über 200 Hektar Mangrovenwälder wieder her und schützt eine Fläche von über 92 000 Hektar im Nordosten des Landes. Das Projekt schafft auch wirtschaftliche Möglichkeiten, indem es eine starke Verbindung zum dynamischen Tourismussektor der Insel herstellt. 

Die TUI Care Foundation, die deutsche Nichtregierungsorganisation Global Nature Fund (GNF) und die dominikanische Nichtregierungsorganisation Center for the Conservation and Eco-Development of the Bay of Samaná and its Surroundings (CEBSE) arbeiten gemeinsam daran, die wertvollen Mangrovenwälder im Nationalpark Manglares del Bajo Yuna zu schützen. Das Projektgebiet erstreckt sich über den Nationalpark und die Stadt Sanchez in der Provinz Samaná im Nordosten der Dominikanischen Republik. 

In der ersten Phase des Projekts wurden über 100 Hektar Mangrovenwälder erfolgreich wiederhergestellt. Eine bestehende Baumschule wurde renoviert, und eine weitere wurde von Grund auf neu errichtet. Beide Baumschulen können jeweils 40.000 Setzlinge produzieren, die in den umliegenden Wäldern gepflanzt werden. Insgesamt wurden während dieser Phase des Projekts über 3,2 Millionen Mangroven und Blutholzbäume (Pterocarpus officinalis) in der Region gepflanzt. Die Nutzung der Ökosystemleistungen des Parks hat auch wirtschaftliche Möglichkeiten für die Menschen in den benachbarten Gemeinden geschaffen, wie z. B. die Entwicklung von Wander- und Kajakrouten durch die Mangroven. 

In der aktuellen zweiten Phase des TUI Forest Dominican Republic ist geplant, weitere 100 Hektar Mangrovenwald in einem geschützten Gebiet von über 92 Tausend Hektar wiederherzustellen.

Im Rahmen des Projekts wird auch die Einbindung der lokalen Gemeinschaft weiter gefördert: Es sind 12 Aufforstungsveranstaltungen geplant, die in Zusammenarbeit mit örtlichen Schulen durchgeführt werden. Des Weiteren werden 22 Natur-Ranger*innen geschult, die mehr als 2000 Besucher*innen naturbezogene Erlebnisse vermitteln sollen. Zusätzlich wird ein Programm zur Mangrovenpatenschaft eingeführt, um die Unterstützung des Privatsektors und der Urlauber*innen zu gewinnen. Es wird erwartet, dass das Programm neuen Unternehmer*innen durch Initiativen wie Imkerei, lokale Fischereitouren und andere Geschäftsmöglichkeiten im Tourismus neue Perspektiven eröffnet und dabei über 60 Arbeitsplätze schafft. 

TUI Forest Dominican Republic

PROJEKTPARTNER

Über Global Nature Fund 

Der Global Nature Fund wurde 1998 mit dem Ziel gegründet, weltweit Seen und Feuchtgebiete zu schützen. Durch das Netzwerk Living Lakes, das aus über 125 Basisorganisationen in mehr als 50 Ländern besteht, fördert der GNF den Transfer von Technologie und Wissen. Er setzt Projekte in Zusammenarbeit mit Partnern weltweit im Rahmen verschiedener Programme um. Das Mangroven-Restaurierungsprogramm wurde vom GNF im Jahr 2005 eingeführt, als Reaktion auf den Tsunami, und erstreckt sich über sechs Länder in Südostasien. Kürzlich wurden die Aktivitäten auf Westafrika und die Karibik ausgeweitet. Die Projekte des GNF zur Mangroven-Wiederaufforstung beziehen auch Aspekte der Gemeindeentwicklung ein, da sich dies als der effektivste Ansatz erwiesen hat. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Biodiversität und Tourismus, um die Auswirkungen auf Seen und Feuchtgebiete zu kontrollieren. Der GNF setzt Ansätze und Instrumente um, die auf vier Kontinenten entwickelt wurden. Die Finanzierung seiner Aktivitäten erfolgt durch langfristige Partnerschaften mit anderen Stiftungen, Unternehmen sowie privaten und öffentlichen Spendern in Europa und darüber hinaus. Der GNF hat seinen Hauptsitz in Süddeutschland, in der Nähe des Bodensees. 

 

Über CEBSE 

Das Centro para la Conservación y Eco-Desarrollo de la Bahía de Samaná y su Entorno, CEBSE, ist eine dominikanische, gesetzlich anerkannte, gemeinnützige Organisation mit Sitz in Santa Barbara de Samaná. Seit 1991 kooperiert CEBSE intensiv mit den dominikanischen Behörden und unterhält enge Verbindungen zu Naturschutzorganisationen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene. Das Hauptarbeitsgebiet befindet sich im Norden der Dominikanischen Republik und umfasst die Halbinsel Samaná, die Bucht von Samaná, den Nationalpark Los Haitises und Teile der Küstenebene Sabana de la Mar-Miches. Das CEBSE hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige Entwicklung unter aktiver Beteiligung der sozialen und wirtschaftlichen Akteur*innen sowie die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die nachhaltige Nutzung der natürlichen und kulturellen Ressourcen zu fördern. CEBSE verfügt über anerkanntes Fachwissen und langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen und nationalen Projektpartnern sowie mit privaten und öffentlichen Geldgeber*innen. 

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